Diabetikerwarnhund

Dank ihres hervorragenden Geruchssinnes und ihrer engen Bindung an den Menschen sind Hunde mit der entsprechenden Ausbildung in der Lage, geringste Veränderungen im "Duft" ihres Menschen wahrzunehmen und anzuzeigen. Sie warnen Diabetiker bei Unterzuckerung (Hypoglykämie) oder Überzuckerung (Hyperglykämie) und retten damit im Ernstfall Leben.

 

Diabetikerwarnhunde werden besonders häufig für Kinder eingesetzt, die unter Typ 1 - Diabetes leiden. Neben den reinen Assistenzaufgaben ist die soziale Komponente, die der Hund für ein krankes Kind erfüllt, von großer Bedeutung.

Zusammenschnitt - Ausbildung Diabetikerwarnhund

Was kann ein Diabetikerwarnhund?

Er erkennt Hyper- oder Hypoglykämie und warnt den Menschen durch ein bestimmtes erlerntes Signal (Anstupsen oder Bellen, ...) vor. Er bringt die nötigen Gegenstände wie Blutzuckermessgerät, Medikamente, Getränk, Traubenzucker, Handy etc..

Der Hund kann nachts das Licht anschalten oder einen Alarmknopf betätigen, um bei einer schweren Hypoglykämie oder einem komatösen Zustand Hilfe zu holen.

Wenn krankheitsbedingte Nebenerscheinungen (Verwirrtheit, Sehstörungen) auftreten, kann der Hund seinen Menschen nach Hause führen.

Je nach Bedarf und Ausbildung kann er zum Beispiel auch lernen, Türen zu öffnen oder beim Ausziehen der Kleidung zu helfen. 

Er ist nicht zuletzt ein Familienmitglied und treuer Freund, der dem Erkrankten und den Angehörigen mehr Sicherheit im Bezug auf die Erkrankung und das Alltagsleben gibt.

Bitte bedenken Sie!

Auch ein Diabetikerwarnhund ist ein Lebewesen und keine Maschine, die auf Knopfdruck immer funktioniert. Erfahrungsgemäß zeigt ein gut ausgebildeter Diabetikerwarnhund zu 97 % sicher an. Er ersetzt jedoch nicht das Blutzuckermessen oder den Diabetologen.