Gesundheit stand im Mittelpunkt

HOLSTENHALLEN

Die Gesundheit stand im Mittelpunkt

vom 10. November 2014

 

Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bildet Lebensretter aus: Kati Zimmermann (links) trainiert Assistenzhunde. Die Labradorhündin Luna

schlägt Alarm, wenn sich der Blutzuckerspiegel von Svea Küssner bedrohlich absenkt. Sveas

MutterRegine (rechts) kann sich auf Luna verlassen.

NEUMÜNSTER | Am Wochenende öffneten die Holstenhallen zum zweiten Mal ihre

Pforten für die Messe „Gesund und aktiv“. Rund 100 Aussteller aus dem nördlichen Raum

lockten rund 6000 Besucher an.

 

„Gesundheit fängt bei der Geburt an und ist daher ein Thema, das uns alle angeht, vom

Kind bis zum Senior“, meinte Messeleiterin Birgit Zwicklinski. Das Angebot war vielfältig:

So präsentierten sich unter anderem Kliniken, Vertreter alternativer Heilmethoden,

Gesundheitssportzentren und Apotheken, es gab alles rund um den Bereich Wellness und

auch einige Biohöfe aus der Region.

Eine besondere Betreuung bot Kati Zimmermann aus Hummelfeld an: Sie bildet

Assistenzhunde aus. „Ein Diabetikerwarnhund schlägt etwa eine halbe Stunde vor

Absinken des Blutzuckerspiegels an“, erklärte sie. „Die Hunde können auch Türen öffnen

und bellen im Falle eines Komas solange, bis Hilfe eintrifft.“ Regine Küssner aus Nienburg

hat ihre zweijährige Labradorhündin bei der Hundetrainerin ausbilden lassen. Sie erzählte:

„Meine elfjährige Tochter Svea und mein Mann Uwe sind Diabetiker. Unsere Luna ist auf

:

beide trainiert, sie riecht es, wenn einer der beiden unterzuckert ist. Luna schläft bei Svea

im Zimmer, damit sie auch nachts beschützt ist.“ Und ihr Mann Uwe bekräftigte: „Der Hund

ist lebenswichtig für uns.“

Interessantes bot auch das Rahmenprogramm. So schlüpfte etwa auf einer der beiden

Bühnen der sonst als RSH-Radiomoderator bekannte André Santen in einen

Alterssimulationsanzug. Mit Spezialbrille und Ohrenschützern, steifen Manschetten an

Knien, Fußgelenken und Hals erfuhr er die typischen Einschränkungen älterer Menschen.

„Dieser Anzug hilft enorm dabei, das Verständnis für die Menschen zu fördern, die täglich

mit diesen Belastungen leben“, sagte Thomas Bock von der Paritätischen Pflege

Schleswig-Holstein.

Die Aussteller zeigten sich zufrieden, Thomas Leopold etwa vom Therapiezentrum

Boostedt meinte bereits am Sonnabend: „Es läuft wirklich gut. Am häufigsten interessiert

die Menschen, was sie selbst für sich tun können.“

Die Besucherin Karin Webel aus Henstedt-Ulzburg hatte ein Auge auf spezielle

Wasserfilter geworfen: „Die finde ich beeindruckend, denn die sind mit Kohleaktivfiltern

ausgestattet und viel effektiver als die herkömmlichen.“